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Legionellen im Trinkwasser


1. Was sind Legionellen eigentlich?

Legionellen sind Bakterien die natürlicherweise in ungefährlichen Konzentrationen im
Wasser vorkommen und deshalb auch im Trinkwasser vorhanden sind. Kritisch ist eine
starke Vermehrung der Legionellen, dies geschieht verstärkt bei einer Wassertemperatur
über 20° C.

2. Warum sind Legionellen gefährlich?
Legionellen sind Krankheitserreger und können schwere Lungenentzündungen
auslösen. Die Aufnahme in den Körper erfolgt vor allem durch Einatmen von
Aerosolen, z.B. beim Duschen.

3. Was müssen Sie als Hausbesitzer beachten?
Nach der neuen Trinkwasserverordnung vom November 2011 sind alle Hausbesitzer mit
folgenden Anlagen angesprochen:
a) Warmwasserspeicher und -erwärmer mit mehr als 400 Liter oder
b) lange Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Liter Leitungsinhalt, das sind
z.B. 23m bei 15mm-Kupferrohr als Stichleitung (Zirkulationsleitungen
bleiben unberücksichtigt)
Sie als Hausbesitzer müssen eigenverantwortlich eine dreijährliche Wasseruntersuchung
durchführen lassen.

4. Wie läuft eine Legionellenuntersuchung ab?
Die Wasserprobe wird vom Labormitarbeiter an einem Warmwasserhahn entnommen.
Im Labor wird die Probe 10 Tage unter optimalen Bedingungen bebrütet, so dass die
Bakterienkolonien (KBE) für das menschliche Auge sichtbar werden. Es gilt folgender
technischer Maßnahmewert: 100 KBE in 100 ml Probe.

5. Was muss man bei einer Überschreitung tun?
Eine Überschreitung kann eine Gesundheitsgefährdung bedeuten. Das Gesundheitsamt
ordnet in diesem Fall weitere Maßnahmen an.

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

 Legionellenstatistik

Legionellen / 100ml

Anteil / %

0 - 100

88,2

101-1000

7,3

1001-10000

3,7

>10000

0,8

 

 

Anzahl der Proben

n = 23409

Zeitraum

2001-2017

Stand

17.1.2017